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Ein Service des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz
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           Die Annahme eines Volljährigen darf nicht ausgesprochen werden, wenn ihr überwiegende Interessen der Kinder
           des Annehmenden oder des Anzunehmenden entgegenstehen.

           § 1770 Wirkung der Annahme
           (1) Die Wirkungen der Annahme eines Volljährigen erstrecken sich nicht auf die Verwandten des Annehmenden.
           Der Ehegatte oder Lebenspartner des Annehmenden wird nicht mit dem Angenommenen, dessen Ehegatte oder
           Lebenspartner wird nicht mit dem Annehmenden verschwägert.

           (2) Die Rechte und Pflichten aus dem Verwandtschaftsverhältnis des Angenommenen und seiner Abkömmlinge
           zu ihren Verwandten werden durch die Annahme nicht berührt, soweit das Gesetz nichts anderes vorschreibt.
           (3) Der Annehmende ist dem Angenommenen und dessen Abkömmlingen vor den leiblichen Verwandten des
           Angenommenen zur Gewährung des Unterhalts verpflichtet.

           § 1771 Aufhebung des Annahmeverhältnisses

           Das Familiengericht kann das Annahmeverhältnis, das zu einem Volljährigen begründet worden ist, auf Antrag
           des Annehmenden und des Angenommenen aufheben, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Im Übrigen kann das
           Annahmeverhältnis nur in sinngemäßer Anwendung der Vorschriften des § 1760 Abs. 1 bis 5 aufgehoben werden.
           An die Stelle der Einwilligung des Kindes tritt der Antrag des Anzunehmenden.
           § 1772 Annahme mit den Wirkungen der Minderjährigenannahme

           (1) Das Familiengericht kann beim Ausspruch der Annahme eines Volljährigen auf Antrag des Annehmenden
           und des Anzunehmenden bestimmen, dass sich die Wirkungen der Annahme nach den Vorschriften über die
           Annahme eines Minderjährigen oder eines verwandten Minderjährigen richten (§§ 1754 bis 1756), wenn
            a)   ein minderjähriger Bruder oder eine minderjährige Schwester des Anzunehmenden von dem Annehmenden
                als Kind angenommen worden ist oder gleichzeitig angenommen wird oder

            b)   der Anzunehmende bereits als Minderjähriger in die Familie des Annehmenden aufgenommen worden ist
                oder

            c)   der Annehmende das Kind seines Ehegatten annimmt oder

            d)   der Anzunehmende in dem Zeitpunkt, in dem der Antrag auf Annahme bei dem Familiengericht eingereicht
                wird, noch nicht volljährig ist.

           Eine solche Bestimmung darf nicht getroffen werden, wenn ihr überwiegende Interessen der Eltern des
           Anzunehmenden entgegenstehen.

           (2) Das Annahmeverhältnis kann in den Fällen des Absatzes 1 nur in sinngemäßer Anwendung der Vorschriften
           des § 1760 Abs. 1 bis 5 aufgehoben werden. An die Stelle der Einwilligung des Kindes tritt der Antrag des
           Anzunehmenden.

           Abschnitt 3
           Vormundschaft, Rechtliche Betreuung, Pflegschaft

           Titel 1
           Vormundschaft

           Untertitel 1
           Begründung der Vormundschaft

           § 1773 Voraussetzungen
           (1) Ein Minderjähriger erhält einen Vormund, wenn er nicht unter elterlicher Sorge steht oder wenn die
           Eltern weder in den die Person noch in den das Vermögen betreffenden Angelegenheiten zur Vertretung des
           Minderjährigen berechtigt sind.
           (2) Ein Minderjähriger erhält einen Vormund auch dann, wenn sein Familienstand nicht zu ermitteln ist.

           § 1774 Anordnung von Amts wegen



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