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Ein Service des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz
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           (1) Besteht ein Nießbrauch an dem Anteil eines Miteigentümers, so übt der Nießbraucher die Rechte aus, die sich
           aus der Gemeinschaft der Miteigentümer in Ansehung der Verwaltung der Sache und der Art ihrer Benutzung
           ergeben.

           (2) Die Aufhebung der Gemeinschaft kann nur von dem Miteigentümer und dem Nießbraucher gemeinschaftlich
           verlangt werden.

           (3) Wird die Gemeinschaft aufgehoben, so gebührt dem Nießbraucher der Nießbrauch an den Gegenständen,
           welche an die Stelle des Anteils treten.

           § 1067 Nießbrauch an verbrauchbaren Sachen
           (1) Sind verbrauchbare Sachen Gegenstand des Nießbrauchs, so wird der Nießbraucher Eigentümer der
           Sachen; nach der Beendigung des Nießbrauchs hat er dem Besteller den Wert zu ersetzen, den die Sachen zur
           Zeit der Bestellung hatten. Sowohl der Besteller als der Nießbraucher kann den Wert auf seine Kosten durch
           Sachverständige feststellen lassen.

           (2) Der Besteller kann Sicherheitsleistung verlangen, wenn der Anspruch auf Ersatz des Wertes gefährdet ist.
           Untertitel 2
           Nießbrauch an Rechten

           § 1068 Gesetzlicher Inhalt des Nießbrauchs an Rechten

           (1) Gegenstand des Nießbrauchs kann auch ein Recht sein.

           (2) Auf den Nießbrauch an Rechten finden die Vorschriften über den Nießbrauch an Sachen entsprechende
           Anwendung, soweit sich nicht aus den §§ 1069 bis 1084 ein anderes ergibt.

           § 1069 Bestellung

           (1) Die Bestellung des Nießbrauchs an einem Recht erfolgt nach den für die Übertragung des Rechts geltenden
           Vorschriften.

           (2) An einem Recht, das nicht übertragbar ist, kann ein Nießbrauch nicht bestellt werden.

           § 1070 Nießbrauch an Recht auf Leistung

           (1) Ist ein Recht, kraft dessen eine Leistung gefordert werden kann, Gegenstand des Nießbrauchs, so finden
           auf das Rechtsverhältnis zwischen dem Nießbraucher und dem Verpflichteten die Vorschriften entsprechende
           Anwendung, welche im Falle der Übertragung des Rechts für das Rechtsverhältnis zwischen dem Erwerber und
           dem Verpflichteten gelten.

           (2) Wird die Ausübung des Nießbrauchs nach § 1052 einem Verwalter übertragen, so ist die Übertragung dem
           Verpflichteten gegenüber erst wirksam, wenn er von der getroffenen Anordnung Kenntnis erlangt oder wenn ihm
           eine Mitteilung von der Anordnung zugestellt wird. Das Gleiche gilt von der Aufhebung der Verwaltung.
           § 1071 Aufhebung oder Änderung des belasteten Rechts

           (1) Ein dem Nießbrauch unterliegendes Recht kann durch Rechtsgeschäft nur mit Zustimmung des
           Nießbrauchers aufgehoben werden. Die Zustimmung ist demjenigen gegenüber zu erklären, zu dessen Gunsten
           sie erfolgt; sie ist unwiderruflich. Die Vorschrift des § 876 Satz 3 bleibt unberührt.

           (2) Das Gleiche gilt im Falle einer Änderung des Rechts, sofern sie den Nießbrauch beeinträchtigt.

           § 1072 Beendigung des Nießbrauchs
           Die Beendigung des Nießbrauchs tritt nach den Vorschriften der §§ 1063, 1064 auch dann ein, wenn das dem
           Nießbrauch unterliegende Recht nicht ein Recht an einer beweglichen Sache ist.

           § 1073 Nießbrauch an einer Leibrente





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